Übermittagsbetreuung

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Die Übermittagbetreuung im Marcel-Callo-Haus ist für Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 6 und 13 Jahren. Unser Konzept ist es, dass die Kinder nach der Schule in unsere Einrichtung kommen, einen geregelten Tagesablauf haben und soziales Miteinander erfahren.

Da wir eng mit dem Jugendamt der Stadt Castrop-Rauxel zusammenarbeiten, kommen auch Kinder zu uns, denen es in ihren Familien und in ihrem sozialen Umfeld nicht so gut geht. In regelmäßigen Gesprächen zwischen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Marcel-Callo-Hauses, dem Jugendamt, den Kindern und Eltern werden für die Kinder individuelle Hilfepläne konzipiert und umgesetzt.

Oft brauchen die Kinder und Jugendlichen Hilfe im Schulbereich. Da sie in der Schule nicht immer gut mitkommen, achten wir darauf, dass sie ihre Hausaufgaben in unserer Betreuungszeit, ggf. mit unserer Unterstützung gut erledigen. Es gibt verschiedene Hintergründe für die Schulprobleme. Manche Kinder können sich nicht gut konzentrieren und lassen sich in der Unterrichtszeit schnell ablenken. Dies ist oft auf eine Beeinträchtigung in ihrem Umfeld zurückzuführen. Daher sprechen wir mit den Lehrerinnen und Lehrern der Schulen darüber, wie die Entwicklung im Unterricht verläuft. Die Konzentrationsschwäche eines Kindes kann aber auch eine psychische Komponente sein. Durch unsere enge Zusammenarbeit mit den Familien und dem Jugendamt, ist es möglich genaue Arbeitsschwerpunkte zu setzen. Eine Familienhilfe ist bei der Arbeit mit den betroffenen daher sehr wichtig. Diese kommt regelmäßig zu den Familien nach Hause und unterstützt diese zusätzlich. Da wir die Kinder jeden Tag sehen, können wir gut einschätzen welche Fortschritte sie machen.

Einige Kinder haben Schwierigkeiten, mit den anderen Menschen in ihrer Umgebung richtig umzugehen. Es ist unser Ziel, auch diese gut zu integrieren. Dabei helfen die pädagogischen Fachkräfte und die anderen Besucher des Marcel-Callo-Hauses. Sie sollen aber auch durch gute Vorbilder, selbst lernen, Verantwortung zu übernehmen und diese gezielt für ihre weitere Entwicklung nutzen und zum Wohle anderer einsetzen.

Da sich nicht alle Problemlagen der Kinder ähneln, ist es besonders wichtig, dass diese sich gut kennen. Dies entwickelt sich recht schnell. Durch die Stärken eines Kindes lernt ein anderes Kind, das in genau diesem Bereich Schwächen hat, besser damit umzugehen. So entsteht ein Netzwerk aller Beteiligten.

Bei den Hausaufgaben gibt es zwei Gruppen. Einmal für die Kinder, die über das Jugendamt bei uns angemeldet sind und zum anderen für die, die auf Wunsch ihrer Eltern bei uns sind. In beiden Gruppen ist immer ein Betreuer anwesend und unterstützt die Kinder. Es wird genau darauf geachtet, dass diese ihre Aufgaben gut erledigen und nichts auslassen. So wird weiterer Stress in der Schule abgebaut und es treten nach und nach Erfolgserlebnisse ein.

Sobald es den Kindern so gut geht, dass sie ohne unsere Unterstützung auskommen, wird ein Abschlussgespräch geführt. Nun können sie ihr Schul- und Alltagsleben selbst regeln und gestalten. Oft ist es aber auch so, dass die Kinder auf eigenen Wunsch weiter zu uns kommen.

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